Wählerbrief: Keine A100 durch Lichtenberg

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Heute haben Gesine Lötzsch und ich uns in einem Wählerbrief an (fast) alle Haushalte gewandt, die direkt von dem Weiterbau der A100 nach Lichtenberg betroffen wären. Wir LINKE setzen uns im Bundestag und im Abgeordnetenhaus dafür ein, dass dieses unverhältnismäßig teure und verkehrspolitisch unsinnige Projekt gestoppt wird. Die Argumenten und auch noch einmal den genauen Trassenverlauf können in dem Wählerbrief nachgelesen werden.


Sehr geehrte Damen und Herren,

wollen Sie, dass eine Autobahn quasi durch Ihr Wohnzimmer geht? Sie können das verhindern, wenn Sie  am 18. September DIE LINKE wählen. Mit Ihrer Stimme entscheiden Sie auch darüber, ob die Bundesautobahn A100 vom Treptower Park über das Ostkreuz, die Frankfurter Allee bis zur Storkower Straße verlängert wird. Wir LINKE lehnen das aus folgenden Gründen ab:

  • Die A100 löst keine Verkehrsprobleme

Die Frankfurter Allee ist bereits heute während des Berufsverkehrs überlastet und gehört bundesweit zu den drei Bundesstraßen, die die zulässigen Feinstaubgrenzwerte am schnellsten überschreiten. Eine veraltete Verkehrsprognose rechnet auf diesem Autobahnabschnitt mit 110.000 KFZ täglich. Dies würde das Verkehrsproblem nicht lindern, sondern verschärfen. Das hat inzwischen auch der Senat erkannt, weshalb er nunmehr prüft, die Anschlussstelle Frankfurter Allee wegfallen zu lassen. Dann würde allerdings der Verkehr auf die Storkower Straße geleitet. Weder sie noch das angrenzende Lichtenberger Straßennetz wäre in der Lage den zur Frankfurter oder Landsberger Allee fließenden Verkehr aufzunehmen. Staus und Behinderungen der Straßenbahn wären die Folge.

  • Die Lebensqualität sinkt

In den letzten Jahren sind entlang der Trasse auch mit Mitteln des Bundes und der EU wesentliche Programme zur Wohnumfeld-Verbesserung und städtebaulichen Aufwertung durchgeführt worden. Denken Sie nur an die Grünanlage entlang der Wilhelm-Guddorf-Straße oder den Flachbauteil des Ring-Centers. Beides müsste der A100 weichen. Die Häuser in der Wilhelm-Guddorf-Straße würden zudem zu einer Lärmschutzwand verkommen. Die Lebensqualität in den Kiezen würde sinken.

  • Kostenexplosion

Sind die Kosten für den 17. Bauabschnitt im Bundesverkehrswegeplan 2003 noch mit 286 Millionen Euro veranschlagt worden, werden sie derzeit auf 531 Millionen Euro geschätzt. Aber auch diese Schätzung muss angepasst werden, wie das Bundesverkehrsministerium kürzlich auf Anfrage mitteilen musste. Damit wäre die A100 gemessen an der gerade einmal knapp vier Kilometer langen Strecke schon jetzt die mit Abstand teuerste Autobahn Deutschlands.

Wir bitten Sie daher am 18. September oder bereits per Briefwahl mit der Erststimme, der Zweitstimme und der Stimme für die Bezirksverordnetenversammlung, DIE LINKE zu wählen.

Gemeinsam können wir den Weiterbau der A100 verhindern. Der Bundestag wird erst nach der Berliner Wahl über die sogenannten Ausbaugesetze beraten. Mit einer neuen Mehrheit im Abgeordnetenhaus und im Senat ist es also grundsätzlich möglich, dass das Land Berlin den Bedarf für dieses Projekt gegenüber dem Bund abmeldet. Dafür werden wir uns parteiübergreifend einsetzen. Selbst wenn das nicht gelingen sollte, kann der Weiterbau verhindert werden, indem Berlin kein Plan- und Baurecht schafft. Das können wir nach einem starken Wahlergebnis in Koalitionsverhandlungen durchsetzen.

Sie haben noch Rückfragen oder möchten uns im Wahlkampf unterstützen? Kein Problem. Rufen Sie uns an (0157/83558139) oder schreiben Sie uns eine Mail (sebastian.schluesselburg@die-linke-berlin.de).

Mit freundlichen Grüßen,

Sebastian Schlüsselburg                                            Dr. Gesine Lötzsch

(Kandidat für das Abgeordnetenhaus)                    (direkt gewählte Lichtenberger Bundestagsabgeordnete)

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