Pro-Reli reloaded?

Rot-Schwarz hat noch nicht mal mit den Verhandlungen begonnen, schon meldet sich Christoph Lehmann, der Vorsitzende von „Pro-Reli“, zu Wort. Das CDU-Mitglied fordert erneut die Einführung eines Wahlpflichtfaches Religion. Immerhin versteht es die CDU immer noch gut für Begleitmusik bei den Koalitionsverhandlungen zu sorgen. Hut ab, sie haben es nach 10 Jahren Opposition noch nicht verlernt.

Aber davon mal abgesehen: Haben die Leute von Pro-Reli eigentlich den Knall nicht gehört? Am 26. April 2009 haben die Berlinerinnen und Berliner beim Volksentscheid ‚Nein‘ zum Gesetzentwurf von Pro-Reli gesagt. Nicht mal das Beteiligungsquorum wurde erreicht – trotz der Millionenbeträge, die private Spender, Kirchen, CDU und FDP insgesamt aufgebracht hatten.

Nochmal zum Mitlesen, liebe CDU: Es gab einen V O L K S E N T S C H E I D. Den sollte man auch zwei Jahre später noch respektieren, gerade dann, wenn man Regierungsverantwortung übernehmen will. Es sei denn, dass man auf die Meinung des Volkes pfeift. Das sollte man dann aber auch selbst so sagen und nicht einfach den Parteifreund Lehmann und seinen Verein vorschicken. Schon jetzt deutet sich an: Mit der CDU im Senat droht ein politischer und ideologischer Roll-Back. Armes Berlin.

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