Presseschau: Millionen für neue Straßen

Mindestens 23 Millionen Euro wollen Senat und Bezirk bis Ende 2019 in Lichtenberg für unterschiedliche Straßenbaumaßnahmen ausgeben. Allein für die Straßenunterhaltung sind rund 3,2 Millionen Euro eingeplant – rund 72 Prozent davon für Fahrbahnreparaturarbeiten. Für investive Vorhaben, also Neubauten und Erneuerungen, sind insgesamt rund acht Millionen Euro eingeplant.

Davon geht rund die Hälfte der Investitionen in den Radverkehr. Neben den Maßnahmen des Senats, der BVG und der Wasserbetriebe plant auch das Bezirksamt selbst insgesamt 15 Verkehrs-Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auch für Fußgänger.

Viele Baustellen geplant

Die Modernisierungen und Neuplanungen haben aber auch ihre Kehrseiten, denn vor großen Baustellen wie die aktuellen an der Rhinstraßenbrücke, auf der Treskowallee und an der Falkenberger Chaussee werden in Zukunft die Berufspendler auch weiterhin nicht verschont bleiben. Schon jahrelang geplant, tauchen die Sperrungen und die damit verbundenen Bauarbeiten in den Verkehrsmeldungen leider oft genug wie aus dem Nichts auf und sorgen für Umwege, Staus und lange Wartezeiten.

Über die geplanten Maßnahmen des Bezirks, des Senats, der BVG und der Wasserbetriebe informierte sich der Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg (Die Linke) bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Rahmen einer Anfrage. Als Antwort erhielt er eine fünfseitige Liste mit allen relevanten Maßnahmen der kommenden Monate. Neben den turnusmäßigen Fahrbahnausbesserungen sind es vor allem Gehwegausbesserungen, Radwegverbreiterungen und der Neubau von Radwegen, die die Bezirke und auch der Senat gemäß dieser Aufzählung favorisieren. In der Treskowallee, der Küstriner Straße und in der Landsberger Allee werden auch in den kommenden beiden Jahren die umfangreichsten Arbeiten zur Fahrbahnsanierung durchgeführt.

Neue Exkluisv-Kilometer Für Radler

In Sachen Radspuren hat der Senat die Straßen Alt-Friedrichsfelde, Landsberger Allee, Hegemeisterweg, Falkenberger Chaussee, Siegfriedstraße und Skandinavische Straße als Großprojekte bis zur Fertigstellung im Jahr 2019 ins Auge gefasst – allein für rund 1,6 Millionen Euro sollen zwischen Vulkanstraße und Rhinstraße bis Ende 2018 die Radwege neu ausgebaut werden. „Mit diesen Maßnahmen werden wir die Verkehrssicherheit in Lichtenberg verbessern. Gerade der bessere Schutz von Fußgängern und Radfahrern ist extrem wichtig“, fasst Sebastian Schlüsselburg diesen Teil der Senatsantwort zusammen. Gefahrenstellen an Kreuzungen und Knotenpunkten mit viel Verkehr sollten so auch in den nächsten Jahren Schritt für Schritt entschärft werden. Darauf habe man sich mit dem neuen und deutschlandweit ersten Mobilitätsgesetz bereits verpflichtet.

„Ganz besonders freut mich auch die Anlage eines neuen Radweges auf der Möllendorffstraße. Das wird die Nord-Süd-Verbindung für Radfahrer im Bezirk enorm verbessern“, so Schlüsselburg, über die Pläne für den Ortsteil, in dem er wohnt.

Quelle: Berliner Abendblatt