Presseschau: „Das große Fremdeln im Berliner Abgeordnetenhaus“

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Quelle: Berliner Morgenpost vom 27.10.2018 (20:08) von Joachim Fahrun

Bei der konstituierenden Sitzung treffen die anderen Fraktionen erstmals auf die AfD – offener Streit bleibt aus.

Der erste Tag der 18. Legislaturperiode begann für viele Abgeordnete mit Warten. Die Volksvertreter, inklusive des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller, stellten sich auf, um für ihren neuen Hausausweis fotografiert zu werden und das Dokument in Empfang zu nehmen. „Typisch, kaum kommt Rot-Rot-Grün, sind die Schlangen zurück“, flachste ein Parlamentarier. SPD-Politiker fühlten sich an Berliner Bürgerämter erinnert. Und einer der wieder ins Parlament eingezogenen Liberalen wunderte sich, warum überhaupt neue Bilder nötig seien, schließlich liege ja bereits ein Heft mit allen neuen Abgeordneten vor.

Im Plenarsaal, wo die 160 Volksvertreter aus sechs Fraktionen jetzt fühlbar enger nebeneinander sitzen als die bisher 141 Abgeordneten, waren alle Augen auf die Neulinge von der AfD gerichtet. Die Rechtspopulisten waren aber bestrebt, einen staatstragenden Eindruck zu machen. Fast alle trugen Anzug und Krawatte, Pöbeleien blieben aus. Die anderen Fraktionen hatten es darauf angelegt, der AfD mit ihren 24 Abgeordneten nicht zu viel Gewicht zu verleihen.

Sie sprachen mit dem parlamentarischen Geschäftsführer der AfD Frank-Christian Hansel. Fraktionschef Georg Pazderski eilte nach Wahlgängen sogar zu den Linken und gratulierte. Nur der junge Linke Sebastian Schlüsselburg war in einem knallroten T-Shirt gekommen, das darauf hinwies, dass die Würde des Menschen unantastbar sei.

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