Presseschau: Corona-Verstöße in Berlin: Mehr als 50.000 Ordnungswidrigkeiten

Verstöße gegen die Maskenpflicht, illegale Partys oder Prostitution: Tausendfach wurden in Berlin seit März 2020 Corona-Regeln nicht eingehalten. Ein Überblick.

In Berlin gab es seit Beginn der Corona-Pandemie fast 52.000 Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Das teilt die Senatsinnenverwaltung nach einer parlamentarischen Anfrage der Linken mit. Die genaue Zahl liegt bei 51.862 Vergehen, die zur Anzeige kamen, weil sich nicht an die Corona-Regeln gehalten wurde.

Es handelt sich dabei um Verstöße gegen sämtliche Corona-Regeln, wie der Senat weiter mitteilt. Nichttragen der Maske, Verstöße gegen das Abstandsgebot oder das Nichteinhalten der Kontaktbeschränkungen zählen beispielsweise zu den aufgeführten Ordnungswidrigkeiten. Aber auch der unerlaubte Betrieb von Gaststätten, die Öffnung von Verkaufsstellen, das Durchführen von Versammlungen oder Prostitution werden aufgezählt. Zuletzt ahndeten die Behörden den Verstoß gegen die Quarantäneverordnung und das Nichtanmelden nach der Einreise.

Statistik: Die meisten Corona-Verstöße in Berlin-Mitte geahndet

Zuständig für die Ahndung sind die Ordnungs-und Gesundheitsämter der Bezirke in Berlin. Spitzenreiter ist der Bezirk Mitte mit 16.782 Anzeigen, in Steglitz-Zehlendorf wurden nur 1.616 Ordnungswidrigkeiten erfasst.

Die Anfrage beim Senat stellte der Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg (Linke). Er schätzt, dass die verhängten Bußgelder addiert weit über eine Million Euro ergeben. Er fordert gegenüber der Berliner Zeitung, die Corona-Verordnung einfacher zu gestalten: „Wir müssen die Verordnung vor dem Hintergrund der steigenden Impfquoten radikal entschlacken und dazu brauchen wir auch diese Informationen.“

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/news/berlin-ueber-50000-ordnungswidrigkeiten-wegen-corona-verstoessen-li.170998