Pressemitteilung: Bisherige A100-Flächen für die wachsende Stadt nutzen

Bisherige A100-Flächen für die wachsende Stadt nutzen

Die Koalition aus SPD, LINKEN und Grünen hat sich im Koalitionsvertrag bezüglich des qualifizierten Abschlusses der A 100 wie folgt festgelegt:

„Die Koalition wird in dieser Legislaturperiode keinerlei Planungsvorbereitungen bzw. Planungen für den 17. Bauabschnitt durchführen. Der 16. Bauabschnitt erhält einen Abschluss am Treptower Park. Dieser wird so gestaltet, dass er kein Präjudiz für den Weiterbau der A 100 darstellt.“

Die Fraktion DIE LINKE in der BVV Lichtenberg beantragt an diesem Donnerstag, ein Ausschreibungsverfahren für eine Machbarkeitsstudie einzuleiten, die zum Ziel hat, alternative Entwicklungspotentiale und mögliche Nutzungskonzepte (z. B. für Zwecke der Errichtung der sozialen Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraums oder öffentliche Grünflächen) zu entwickeln. Beim Erarbeitungsprozess sind geeignete Formen der Bürgerbeteiligung anzuwenden.

Sebastian Schlüsselburg, direkt gewähltes Mitglied des Abgeordnetenhauses im Wahlkreis Lichtenberg 4 erklärt hierzu:

„Ich begrüße die Initiative. Bisher sind eine Reihe von Flächen als Vorhalteflächen für den 17. Bauabschnitt der A 100 eingestuft und damit seit Jahren stadtentwicklungspolitischen Planungen entzogen. Dies ist vor dem Hintergrund der Erfordernisse der wachsenden Stadt nicht länger hinnehmbar. Die Bevölkerungsprognose des Senats geht im Jahr 2030 in Lichtenberg von einer Bevölkerungszahl von 294.000 Einwohnern aus. Wir brauchen schon jetzt dringend bezahlbare Wohnungen, Schulen, Kitas, Ärzte, Spielplätze und Grünflächen. Boden ist ein knappes Gut und es ist im Bezirk bereits zu erheblichen Interessenskonflikten im Zusammenhang mit Nachverdichtungsprojekten gekommen. Wir können es uns nicht länger leisten Flächen für einen gescheiterten Autobahnausbau zu blockieren. Die Machbarkeitsstudie wird uns zeigen, wie die öffentliche und soziale Infrastruktur für alle Lichtenberger verbessert werden kann. Ich freue mich darüber, dass die Anwohnerinnen und Anwohner in den Erarbeitungsprozess einbezogen werden sollen.“