A100: Ortsbegehung und Diskussion in der Kiezspinne

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Braucht Lichtenberg den Weiterbau der A100?

Diese Streitfrage diskutierte ich mit Anwohnern des Wohngebiets Frankfurter Allee Süd, Vertretern der Bürgerinitiative „A100 stoppen!“, Martin Schlegel vom BUND und Rico Apitz von der FDP Lichtenberg. Sie ist leider wieder aktuell geworden, denn Lichtenbergs ehemaliger SPD-Kurzzeit-Bürgermeister Andreas Geisel setzt sich jetzt gemeinsam mit SPD und CDU für einen schnellen Weiterbau ein. Die BVV Lichtenberg hingegen lehnt den Weiterbau auf Initiative der LINKEN ab. Auch im Abgeordnetenhaus und im Bundestag kämpft DIE LINKE gegen dieses Bauvorhaben.

Nach den bisher bekannten Plänen soll sich der letzte Teil der Trasse oberirdisch durch den westlichen Teil des Wohngebietes Frankfurter Allee Süd schneiden – von der Wilhelm-Guddorf-Straße bis zur geplanten Anschlussstelle Frankfurter Allee. Was das für den Kiez bedeutet, sahen wir uns bei einer Ortsbegehung an, bei der wir den möglichen Verlauf mit Absperrbändern zeigten. Derzeit werden für den insgesamt drei Kilometer langen Abschnitt 531,2 Mio. Euro Steuergelder veranschlagt. Martin Schlegel machte deutlich, dass dies zu enormen Verkehrs- und Umweltbelastungen im Kiez führen würde. Die Mehrheit der Anwohner teilte diese Bedenken und schlug vor, die Mittel besser in den Ausbau des Nahverkehrs und in den Lärmschutz bei bestehenden Autobahnen zu stecken.

Wir LINKE bleiben an dem Thema dran. Entscheidend ist, dass gerade bei großen Bauprojekten nicht über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden wird. Das sollten SPD und CDU spätestens seit dem Volksentscheid zum Tempelhofer Feld gelernt haben.

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